27. August 2012
Man kann diese Aussage wohl unter dem Motto "Besser spät als nie" verstehen. Erzbischof Ludwig Schick hat die früheren Urteile gegen Hexen im Hochstift Bamberg für "null und nichtig" erklärt. Er sagte, die Prozesse seien nach heutigem Rechtsverständnis Unrecht. Den Opfern und ihren Familien sei Furchtbares geschehen.
Mit seiner Äußerung reagierte der Erzbischof auf Forderungen, die Kirche solle sich für die Hexenverfolgung entschuldigen. Im Hochstift Bamberg hat es Forschungen zufolge drei Verfolgungswellen im 17. Jahrhundert gegeben. Dabei sollen insgesamt 816 Frauen als Hexen hingerichtet worden sein.
Die meisten Hinrichtungen fanden in der bambergischen Exklave im unterfränkischen Zeil statt. Dort erinnert heute ein eigenes Museum an die Verfolgung.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)