27. August 2012

Zusammenhang zwischen Kälteereignissen in Europa und geringer Sonnenaktivität

Die Sonne folgt einem Elf-Jahres-Rhythmus.

Forscher vermuten schon länger, dass dieser Rhythmus Einfluss auf das Klima bestimmter Regionen haben könnte. Um solche Muster zeigen zu können, reichen aber die Temperaturaufzeichnungen oft nicht weit genug zurück. Forscher haben dieses Problem jetzt gelöst, indem sie Daten zur Eisbedeckung des Rheins benutzten. Darüber gibt es seit dem 18. Jahrhundert Aufzeichnungen, weil der Fluss schon damals ein wichtiger Transportweg war. Die Forscher verglichen die Phasen der Eisbedeckung mit dem regelmäßigen Elf-Jahres-Rhythmus der Sonne. Anhand der Daten lässt sich ihren Angaben zufolge zeigen, dass es eine Verbindung zwischen diesen extremen Kälteereignissen in Mitteleuropa und Perioden geringer Aktivität der Sonne gab. Das sei erstmals anhand robuster Daten möglich gewesen.

Die Studie ist im Fachmagazin "Geophysical Research Letters" erschienen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)