28. August 2012
Das Eis um den Nordpol ist so stark geschmolzen wie nie zuvor. Das Schnee- und Eisdatenzentrum der USA teilte mit, dass die Eisfläche mit 4,1 Millionen Quadratkilometern den niedrigsten Stand seit Beginn der Satellitenmessungen 1979 erreicht hat. Ein Wissenschaftler sagte, die Daten zeigten dass die Eisfläche sich fundamental verändere. Die Schmelze sei ein starkes Signal für eine langfristige Klimaerwärmung.
Es gilt als wahrscheinlich, dass die Fläche noch weiter schrumpft, denn normalerweise erreicht die Schmelze am Nordpol ihren Höhepunkt erst Mitte September. Im Winter breitet sich das Eis dann wieder aus, auf mehr als 15 Millionen Quadratkilometer.
Eine geringere Eisausdehnung begünstigt die Erderwärmung, weil weniger Sonnenlicht vom Eis reflektiert und so mehr Hitze im Ozean gespeichert wird. Die globale Erwärmung kann wiederum zu einem weiteren Schmelzen des Polareises führen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)