28. August 2012
"Trotz der Schuldenkrise in Südeuropa wird Deutschland künftig nicht von arbeitssuchenden Griechen oder Portugiesen überrannt." So prophezeit es der Ökonom und Migrationsforscher Thomas Straubhaar.
Der Direktor des Hamburger Weltwirtschaftsinstituts hält Ängste vor einer "Zuwanderungswelle" aus dem Süden Europas für unnötig. Dennoch warnt er in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" vor einer staatlichen Anwerbung ausländischer Arbeitnehmer. Zunächst einmal solle Deutschland das Potential der bereits in der Bundesrepublik lebenden Migranten ausschöpfen.
In diesem Zusammenhang lobt Straubhaar die Hartz-IV-Reformen. Sie hätten einen großen Teil zu den heutigen Erfolgen am deutschen Arbeitsmarkt beigetragen. Es sei ein großer Fehler der Politik, Komponenten davon wieder zurückzunehmen, warnt der Wirtschaftswissenschaftler.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)