28. August 2012

Ein Drittel weniger Lebewesen auf der Erde als gedacht

Die Welt ist nicht so stark bevölkert, wie wir bisher dachten - zumindest, was die Organismen anbelangt.

Wie deutsche und US-amerikanische Geoforscher herausfanden, wurde die Anzal der im Meeresboden lebenden Mikroben bisher gravierend überschätzt. Anhand neuer Daten aus Sedimentbohrkernen habe sich gezeigt, dass im Meeresgrund zwischen 70 und 92 Prozent weniger Zellen leben als bisher angenommen. Damit sinke ihr Anteil an der gesamten lebenden Biomasse der Erde drastisch, schreiben die Wissenschaftler in einem Fachmagazin ("Proceedings of the National Academy of Science").

Die Ursache für die frühere Fehlschätzung liegt nach Angaben der Forscher in der extrem ungleichmäßigen Verteilung der Organismen im Meeresboden. Zuvor seien vor allem Sedimentbohrkerne ausgewertet worden, die in der Nähe der Küsten und in sehr nährstoffreichen Gebieten der Ozeane genommen worden waren. Etwa die Hälfte der Weltmeere sei aber extrem nährstoffarm.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)