28. August 2012

Salami als Bakterienschleuder

Da wird einem der Bissen in die wohlverdiente Salami-Stulle gründlich verdorben. Denn eine aktuelle Studie zeigt: In der Wurst sind Antibiotika-Rückstände aus der Viehzucht, die zur Brutstätte für krankmachende Keime werden können. Nach Angaben eines Forscherteams von der Universität Kopenhagen hemmen diese Medikamente die nützlichen Milchsäurebakterien, mit deren Hilfe die Wurst hergestellt wird. Und das wiederum erleichert die Vermehrung von Keimen.

Für ihre Studie hatten die Wissenschaftler Fleisch mit Keimen wie Salmonellen sowie mit Milchsäurebakterien versetzt und geringe Mengen der bei Tieren eingesetzten Antibiotika hinzugefügt. Die Konzentration der Medikamente habe dabei unter den in der EU gültigen Grenzwerten gelegen.

Nach Angaben der Forscher wäre die Lösung des Problems, keine Antibiotika mehr als Wachstumshilfen in der Tierhaltung einzusetzen. Außerdem müsse der Einsatz von Medikamenten stärker kontrolliert werden.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)