29. August 2012

Liao Yiwu über sein Exil in Deutschland: "Ich bin so froh, hier sein zu dürfen"

"In China säße ich längst wieder im Gefängnis." Das sagt der Schriftsteller Liao Yiwu im Interview mit der "Süddeutschen Zeitung". Der in Deutschland im Exil lebende Autor sagte, er sei glücklich, ein derart bösartiges Land verlassen zu haben. Ein Vaterland kenne er ohnehin nicht, Heimatverbundenheit habe er nur mit seiner Provinz Sichuan. Nach Meinung Liao Yiwus setzt Peking westliche Regierungen im Umgang mit chinesischen Dissidenten unter Druck: Deshalb seien Reden von ihm an der US-amerikanischen Harvard-Universität und in Neuseeland nicht im Internet veröffentlicht oder gleich ganz abgesagt worden. Zudem bezeichnete Liao die Konfuzius-Kulturinstitute, die China weltweit betreibt, als Propagandainstitute, die Lügen und Klischees verbreiteten.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)