29. August 2012

Rotkehlchen: Rechtsäugiges Navigieren nicht angeboren

Zugvogel zu sein, ist anstrengend. Wie die Zeitschrift "Spektrum der Wissenschaft" auf ihrer Intersetseite schreibt, müssen die Vögel teils extreme Sinnesleistungen abrufen, um an ihr Ziel zu kommen. So müssten sie sich an winzigen Veränderungen des Erdmagnetfelds orientieren. Dabei registrieren lichtempfindliche Pigmente in den Augen der Tiere Veränderungen des Magnetfelds. Diese werden dann als Signale zur Verarbeitung in eine bestimmte Hirnregion des Sehzentrums weitergeleitet. Dieser Magnetsinn konzentriert sich bei den Rotkehlchen laut der Zeitschrift auf ihr rechtes Auge. Dadurch sparten sie Energie und erreichten dennoch sicher ihr Winterquartier. Doch diese Konzentration sei nicht angeboren.

Wie Biologen der Uni Frankfurt in Experimenten herausfanden, nutzten junge Rotkehlchen auf ihrem ersten Herbstzug noch auf beiden Augen den Magnetsinn. Beim Rückflug aus dem Süden konzentrierten sie sich bereits auf das rechte Auge. Als aber die Forscher einigen Tieren das rechte Auge zeitweise verdeckt hätten, sei die Fähigkeit in beiden Augen zumindest zeitweise zurückgekehrt.

Den Forschern zufolge ist noch unklar, warum sich die Vögel bei dem Magnetsinn auf das rechte Auge festlegen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)