29. August 2012
In unserer Rubrik "Glasklar" schlagen wir passend zu unserem heutigen Tagesthema im Lexikon nach, was eigentlich die Domestikation ist.
Die Domestikation beschreibt einen Prozess der Abwandlung von der Wildart zum Haustier oder zur domestizierten Art. Dabei werden nur bestimmte Individuen der Tiere für die weitere Fortpflanzung ausgewählt. Durch diese Auswahl wird die natürliche Selektion eingeschränkt. Stattdessen werden gezielt Merkmale gefördert, die vom Menschen genutzt werden können. Das Ziel kann die Gewöhnung an den Menschen sein, damit die Tiere besser als Zug-, Last- und Reittiere genutzt werden können. Oder der Wunsch nach höheren Erträgen bei Tieren, die als Fleisch-, Milch- oder Wolllieferanten gehalten werden.
Die Domestikation erfolgte beim Hund vor ungefähr 15.000 Jahren. Bei Katzen, Rindern, Ziegen und Schweinen vor ca. 10.000 Jahren, beim Huhn vermutlich vor ca. 8.000 Jahren. Bei Pferd und Esel vor ca. 6.000 Jahren und bei der Gans vor ca. 4.500 Jahren.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)