29. August 2012
Warum gibt es über 400.000 Käferarten, aber nur gut 20 Krokodil- und Alligatorenarten? Diese Frage haben sich Wissenschaftler aus den USA gestellt. Denn eigentlich hatten die Krokodile rund 250 Millionen Jahre Zeit, neue Arten zu bilden. Haben sie aber nicht. In der Fachzeitschrift "PLOS Biology" schreiben die Forscher, schließlich blieben zwei mögliche Gründe für die Unterschiede in der Artenzahl. Entweder seien manche Arten einfach produktiver als andere. Oder es hänge mit ihrem Lebensraum und der dortigen Fauna zusammen.
Nachdem sie über eine Million Arten und ihre Abstammung untersucht haben, kommen die Wissenschaftler zu dem Schluss: Entscheidend ist der Lebensraum. Bei seiner Eroberung spalten sich die Arten demnach schnell auf - bis alle Nischen des Lebensraums besetzt sind. Danach kommt erst wieder Bewegung in die Artenvielfalt, wenn eine Tierart ausstirbt oder neue Merkmale wie Zähne oder Flügel entwickelt. Daran können sich wiederum andere Arten anpassen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)