29. August 2012

Behindertensport: Im Alltag mehr Barrieren als im Leistungssport

Im Alltag gibt es größere Barrieren für Menschen mit Behinderung als im Leistungssport.

Diese Meinung vertritt Friedhelm Julius Beucher, Präsident des Deutschen Behindertensportverbandes, im Interview mit DeutschlandRadio Kultur. Darin beklagte er die mangelnde Barrierefreiheit in Deutschland. Im Alltag laufe die Integration von Menschen mit Behinderung noch nicht reibungslos. So gebe es nach wie vor eine Barriere in den Köpfen der Menschen. Im Leistungssport hingegen gibt es diese laut Beucher zwischen Sportlern mit und ohne Behinderung nicht mehr. So trainierten an den Olympiastützpunkten behinderte und nicht-behinderte Athleten selbstverständlich nebeneinander.

Ein großes Vorbild in Bezug auf eine Gleichstellung sei unter anderem Großbritannien, wo heute die paralympischen Spiele beginnen. Über 4.200 Athleten aus 166 Ländern treten an - und zwar an elf Wettkampftage und bei 503 Wettbewerben.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)