29. August 2012
Man könnte es als Kriegserklärung lesen.
Unbekannte Täter haben in der Nacht in Rostock-Lichtenhagen die Friedenseiche abgesägt. Sie war erst am Sonntag gepflanzt worden - zur Erinnerung an die ausländerfeindlichen Ausschreitungen vor 20 Jahren. Die Eiche stand vor dem sogenannten Sonnenblumenhaus in Lichtenhagen, gegen deren Bewohner sich die Krawalle richteten. Auch die Eiche selbst war etwa 20 Jahre alt und am Sonntag nach dort umgesetzt worden. Im Internet bekannte sich das linke Netzwerk indymedia zu der Tat und erklärte, die Eiche sei ein Symbol für Deutschtümelei und Militarismus.
Die Stadt Rostock will Anzeige erstatten und einen neuen Baum pflanzen. Das Absägen der Eiche zeige, dass der Aufarbeitungsprozess noch längst nicht beendet sei.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)