29. August 2012
Dieses Gesetz hat viele Gegner.
Das heute von der Bundesregierung auf den Weg gebrachte Leistungsschutzrecht wird von vielen Seiten kritisiert. Die Piratenpartei etwa ist dagegen, dass Suchmaschinen dafür zahlen müssen, wenn sie auf Online-Zeitungen verlinken. Die grüne Bundestagsabgeordnete Tabea Rößner sprach von Stümperei. Es sei völlig unklar, welche Dienste unter das Leistungsschutzrecht fallen. Auch die SPD kündigte Widerstand an.
Ein Google-Sprecher sagte, das Suchen und Finden im deutschen Netz werde massiv gestört. Der Branchenverband Bitkom befürchtet, dass junge Web-Unternehmen so von Deutschland abgeschreckt würden.
Kulturstaatsminister Bernd Neumann von der CDU sieht in dem Gesetz dagegen ein wichtiges Signal für den Schutz des geistigen Eigentums im Internet. Der Verband der Freiberufler findet den Gesetzentwurf deutlich verbessert. Er hatte ein Kostenrisiko durch die Lizensierungpflicht gesehen. Der Entwurf nimmt Privatpersonen und Blogger davon aus, Geld für ihre Links bezahlen zu müssen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)