29. August 2012

Olympia-Attentat 1972: Mossad-Chef warf Polizei Gleichgültigkeit vor

Das israelische Staatsarchiv hat nach 40 Jahren geheime Dokumente zum Olympia-Attentat in München veröffentlicht.

Demnach hatte der damalige Chef des Geheimdienstes Mossad den deutschen Behörden 1972 Inkompetenz und Gleichgültigkeit vorgeworfen. Die Sicherheitskräfte hätten nicht die kleinste Anstrengung unternommen und seien nicht das kleinste Risiko eingegangen, die Lebenden zu retten.

Palästinensische Terroristen hatten am 5. September 1972 im olympischen Dorf in München elf israelische Teilnehmer als Geiseln genommen. Während der Geiselnahme und eines gescheiterten Befreiungsversuchs wurden alle elf Israelis, fünf Geiselnehmer sowie ein deutscher Polizist getötet.

Das israelische Staatsarchiv stellte insgesamt 45 Dokumente zu dem Geiseldrama ins Netz - die Hälfte des Materials war bisher unbekannt.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)