30. August 2012

Forscher fordern Schutzimpfung gegen Krebs auch für Jungen

Bisher bekommen nur Mädchen die HPV-Impfung, vor allem als Schutz gegen Gebärmutterhalskrebs. Experten fordern allerdings, dass auch Jungen geimpft werden. Ihrer Meinung nach könnten auch sie vor gefährlichen Krankheiten geschützt werden, die durch Humane Papillomaviren ausgelöst werden. Im Fachmagazin "Nature" weist die Pathologin Margaret Stanley von der britischen Cambridge-Universität darauf hin, dass die Viren auch für Jungen und Männer gefährlich sind - vermutlich seien sie der Haupterreger von fünf Prozent aller menschlichen Krebserkrankungen, etwa von Mandel- oder Zungenkrebs.

Auch der Medizin-Nobelpreisträger Harald zur Hausen setzt sich für die HPV-Impfung bei Jungen ein. Sein Argument: Nur wenn beide Geschlechter geimpft würden, könnten die HP-Viren drastisch reduziert oder ausgerottet werden.

Zur Hausen hatte 2008 den Nobelpreis bekommen - für seine Entdeckung, dass Humane Papillomaviren Gebärmutterhalskrebs verursachen können.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)