30. August 2012

Malaria ist in Sri Lanka fast ausgerottet

Wer bisher nach Sri Lanka reisen wollte, musste sich über Malariaprophylaxe Gedanken machen - denn im ganzen Land bestand ein Infektionsrisiko.

Das könnte bald vorbei sein. Wie Wissenschaftler im Online-Fachmagazin "PLOS ONE" berichten, ist die Infektionsrate im Vergleich zu 1999 fast komplett zurückgegangen. Es werde erwartet, dass Malaria in zwei Jahren ausgerottet sei. Das sei erstaunlich, denn in Sri Lanka endete erst 2009 ein 26 Jahre langer Bürgerkrieg. In vielen Konfliktregionen der Welt steigt aber dem Bericht zufolge das Malaria-Risiko, weil die Bekämpfung der Krankheit beispielsweise in Kampfgebieten nicht möglich ist. Die Wissenschaftler aus den USA und Sri Lanka untersuchten deshalb die Hintergründe des Erfolgs: So habe sich das Anti-Malaria-Programm als sehr flexibel erwiesen. Mobile Einsatzteams hätten die Bevölkerung in entlegenen Regionen mit Medikamenten, Impfungen und Anti-Mücken-Sprays für Wohnhäuser versorgt. Wenn dies aufgrund von Kämpfen nicht möglich war, seien Mückennetze verteilt worden, auch mit Hilfe von lokalen Nicht-Regierungs-Organisationen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)