30. August 2012

Krankenkasse hält Zusatzkosten durch Alterung für überschätzt

Mehr ältere Patienten bedeuten nicht zwangsläufig mehr Behandlungsbedarf. Dieser Meinung ist der Vorstandsvorsitzende der Barmer GEK, Christoph Straub. Die Krankenkasse hat in einer Studie eigene Berechnungen bezogen auf die Alterung der Gesellschaft vorgelegt. Das Ergebnis: Die Alterung sei wesentlich weniger für steigende Kosten im Gesundheitswesen verantwortlich, als gemeinhin angenommen wird.

Demnach gehen nur rund 18 Prozent der jährlichen Ausgabensteigerungen darauf zurück, dass die Menschen immer älter werden. In den Jahren 2007 bis 2011 seien die Kosten pro Jahr um durchschnittlich rund 88 Euro pro Kopf gestiegen, aber je nur 16 Euro davon seien auf den demografischen Wandel zurückzuführen. Größere Ausgabentreiber sind laut Straub der medizinisch-technische Fortschritt, veränderte Angebotsstrukturen und Preiserhöhungen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)