30. August 2012
Es ist zwar nur ein früher Prototyp, die Wissenschaftler sprechen aber trotzdem von einem Durchbruch bei der Entwicklung künstlicher Augen. Nach Angaben des australischen Wissenschaftskonsortiums Bionic Vision Australia wurde einer Frau mit angeborener Netzhautdegeneration erfolgreich der Prototyp eines künstlichen Auges eingesetzt. Er solle die Grundlage für das erste bionische Auge bilden. Das Gerät sei auf die Netzhaut der Sehbehinderten implantiert worden, also den Teil des Auges, wo ein Bild zu Nervenimpulsen umgewandelt und an das Gehirn übermittelt werde. Der Prototyp enthalte 24 Elektroden, die diese Funktion übernehmen sollen.
Richtig sehen kann die Patientin mit dem Gerät allerdings nicht. Das Konsortium arbeitet derzeit an künstlichen Augen mit 98 Elektroden, wodurch große Objekte sichtbar werden sollen. Geräte mit 1024 Elektroden sollen irgendwann sogar scharfes Sehen ermöglichen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)