30. August 2012
Der Kampf gegen die Tuberkulose gleicht einer Sisyphosarbeit. Allen Anstrengungen zum Trotz richten die entwickelten Antibiotika wenig gegen die Krankheit aus - laut einer neuen Studie sogar noch weniger als bislang angenommen. Die Studie wurde zwischen 2005 und 2008 in acht verschiedenen Ländern durchgeführt und ist heute in der Fachzeitschrift "Lancet" erschienen.
Demnach sprechen knapp 44 Prozent der Patienten auf mindestens zwei verschiedene Antibiotika nicht mehr an. In Lettland war es am schlimmsten. Dort waren zehnmal mehr Tuberkulose-Patienten mehrfach-resistent als bisher angenommen.
Doch damit nicht genug: Bei knapp sieben Prozent der Tuberkulose-Patienten wirkte den Angaben zufolge kein einziges Antibiotikum mehr. Diese umfassenden Resistenzen fanden sich vor allem in Südkorea und Russland.
Tuberkulose ist eine bakterielle Infektionskrankheit, die vor allem die Lunge befällt. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO starben daran allein 2010 8,8 Millionen Menschen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)