31. August 2012
Im Fernsehen herrscht Krieg - ein Krieg um die Lautstärke.
"Loudness War" nennen das Experten. Jeder Programmhinweis, jede Werbung will wahrgenommen werden. So hat sich über die Jahre die Lautstärke hochgeschraubt - bis zur Schmerzgrenze. Damit soll jetzt Schluss sein. Von heute an gelten neue Regeln, öffentlich-rechtliche und private Sender haben sich darauf geeinigt.
Bislang richteten sich Sender und Produzenten bei der Tonmischung nach einem bestimmten Spitzenpegel, der nicht überschritten werden durfte. Was bis zu diesem Wert passierte, spielte keine Rolle. Mit einem Kompressor wurden Tonspuren häufig so zusammengestaucht, dass der Unterschied zwischen laut und leise schwand. dadurch wirkt ein Spot viel lauter als etwa ein einzelner Knall in einem Krimi.
Die neue Regelung sieht nun vor, dass künftig bei Tonmischungen nicht mehr der Spitzenpegel entscheidend ist, sondern ein Durchschnittswert.
Pressemitteilung der ARD
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)