31. August 2012
Dunkle Haut, braune Augen und braune Haare - so könnte der Denisova-Frühmensch ausgesehen haben, der vor etwa 80.000 Jahren gelebt hat.
Er war 2008 in der Denisova-Höhle im südsibirischen Altai-Gebirge entdeckt worden und bis dato völlig unbekannt. Nun haben Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig sein Erbgut untersucht. Wie sie im Fachmagazin "Science" berichten, zeigte ein Genvergleich mit elf modernen Volksgruppen weltweit, dass sich der Denisova-Mensch schon vor rund 800.000 Jahren von der Stammeslinie des modernen Menschen abgespalten haben könnte. Die heutigen Bewohner Papua-Neuguineas tragen den Analysen zufolge mehr Gene des Denisova-Menschen in sich als jede andere Volksgruppe. Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass Neandertaler und Denisova-Menschen etwa zeitgleich lebten - die einen in Europa und Westasien, die anderen in Ostasien. Nun hoffen sie, noch weitere Fossilien zu entdecken.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)