31. August 2012
Eigentlich sind sie völlig harmlos: Kleine Mikroben im Boden, die mit bloßem Auge nicht sichtbar sind. Forscher haben sie sich unter dem Mikroskop genauer angesehen und festgestellt, dass viele Bodenmikroben Resistenzen entwickelt haben. Antibiotika können ihnen nichts mehr anhaben. Im Erbgut der Bakterien fanden sich Resistenzgene, die sie von Krankheitserregern der Menschen oder von Tieren übernommen haben. Die Wissenschaftler vermuten, dass diese Bakterien über Gülle und Mist auf die Felder gelangt sind. Hintergrund ist möglicherweise der Einsatz von Antibiotika in der Tiermast. Interessant für die Wissenschaftler ist es zu erfahren, wie die Gene von einer Bakterie zur anderen übertragen wurden.
Die Bodenproben wurden an elf Standorten in den USA genommen.
Antibiotika-Resistenzen stellen Mediziner vor ein Problem. Denn gegen manche besonders aggressive Keime gibt es keine Medikamente mehr.
Nachzulesen ist die Studie im Fachmagazin "Science" (doi: 10.1126/science.1220761).
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)