31. August 2012
Für Kommunen, die chronisch pleite sind, gibt's jetzt einen Ausweg. Die Städte können einfach ihre Bürger anpumpen. Möglich macht das die Internetseite "leihdeinerstadtgeld.de". Wie die Zeitung "Die Welt" berichtet, probiert die Weinbau-Gemeinde Oestrich-Winkel das ab heute aus. Laut Bürgermeister Paul Weimann werden allein 160.000 Euro benötigt, um neue Funkgeräte für die Feuerwehr anzuschaffen. Das Geld dafür sollen die Bürger vorschießen und bekommen dafür Zinsen. Für die Stadt ist das günstiger als ein Bankkredit.
Einen ähnlichen Versuch hatte vor drei Jahren schon einmal die Stadt Quickborn unternommen, war aber von der Finanzaufsicht Bafin gestoppt worden, denn Kommunen dürfen nicht selbst Bankgeschäfte betreiben. Das Portal "leihdeinerstadtgeld" hat nach eigener Auskunft eine rechtlich saubere Lösung gefunden. Die Bürger zahlen auf ein Treuhandkonto ein, daraufhin vergibt eine Bank einen Kredit und verkauft die Forderungen an die Bürger.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)