31. August 2012
Vier Monate lang dürfen kleine Hähne neuerdings in einem Projekt von Biobetrieben in Mecklenburg-Vorpommern leben. Die meisten ihrer männlichen Artgenossen werden direkt nach dem Schlüpfen vergast oder geschreddert, weil sie nicht so schnell Fleisch ansetzen wie ihre Schwestern, die Legehennen. Nach einem Bericht der Nachrichtenagentur dapd werden in Deutschland in konventionellen, aber auch in Biobetrieben insgesamt etwa 54 Millionen Küken pro Jahr vernichtet, weil sich ihre Aufzucht finanziell nicht lohnen würde. In dem Projekt der mecklenburgischen Biobetriebe werden die Hähne trotzdem gemästet - und erst mit 17 Wochen geschlachtet. Die Mehrkosten werden durch höhere Eierpreise querfinanziert. Tierschützer kritisierten das Projekt als reine PR. Eine Sprecherin des Bundesverbandes "Menschen für Tierrechte" sagte, die Hähne würden immer noch geboren, um geschlachtet zu werden. Eier und Hühner könne man nicht guten Gewissens essen - auch nicht von Biohöfen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)