31. August 2012
Von der Kraft der Pflanzenranken, die empor klettern, erzählt schon ein englisches Kindermärchen. Darin erklimmt der Junge Jack eine Bohnenranke bis in den Himmel und trifft dort einen Riesen. Mit einer Gurkenranke wäre das nicht möglich gewesen. Wissenschaftler der Havard-Universität in den USA kommen zu dem Ergebnis, dass Gurkenranken keine aktive Kraft haben.
Die Wissenschaftler hatten untersucht, wie die Ranken an einer Stütze emporklettern. Dabei umschlängen sie einen stabilen Anhaltspunkt mit der Spitze und zögen den Spross der Pflanze nach - und damit auch das Gewicht, was daran hänge. Nach dem Ergebnis der Foscher schafft die Pflanze das, indem sich ihre Zellen zusammenziehen. Demnach verholzen Zellschichten in der Ranke, wenn sie eine festen Punkt gefunden haben. Diese Zellen schrumpften, indem sie Wasser an ihre Nachbarzellen abgäben und sich so um die Stütze schlängen. Dadurch enstehe auch die Spannung, durch die sich die Ranke drehe.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)