3. September 2012

Korrespondent: Minengewalt in Südafrika könnte Krise im Land auslösen

Minenarbeiter streiken und werden erschossen, vor Gericht droht den Überlebenden eine Verurteilung. Mit diesen Meldungen sorgt Südafrika für Schlagzeilen.

Der Südafrika-Korrespondent Johannes Dieterich schreibt in einem Beitrag für die "Frankfurter Rundschau", welche Gefahr die aktuelle Gewalt für die Zukunft des Landes darstellt. Dieterich zitiert den Johannisburger Politologen Aubrey Matshiqi, demzufolge Südafrika vor einem sozialen, politischen und wirtschaftlichen Desaster stehe. Es sei nur ein Funke nötig, und das Kap der Guten Hoffnung gehe in Flammen auf.

Als Ursache nennt Dieterich, dass die aktuelle Regierung Südafrikas eher die Eliten schützt, als die Armut der Bevölkerung zu bekämpfen. Diese wehre sich zunehmend gegen die wachsende Korruption im Land. Laut Dieterich steht die Regierung auch mit dem Vorhaben in der Kritik, künftig Haftstrafen für Journalisten zu verhängen, die Korruptionsfälle recherchieren.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)