3. September 2012
Nicht nur der Mensch ist dafür verantwortlich, dass sich die Cholera ausbreitet, sondern auch das Klima. Zu diesem Ergebnis kommt ein Forscherteam aus Frankreich, dem Senegal und den USA. Die Wissenschaftler analysierten die klimatischen Veränderungen vor dem Cholera-Ausbruch im Senegal im Jahr 2005. Damals erkrankten mehr als 30.000 Menschen an dem Durchfall-Erreger, fast 500 starben.
Die Forscher verglichen den Niederschlag im Jahr 2005 mit dem der Vorjahre. Im Fachmagazin "PLoS ONE" schreiben sie, 2005 habe es eher sporadisch, aber sehr heftig geregnet. Dies sei vermutlich ein wesentlicher Faktor bei der Ausbreitung der Cholera gewesen. Den Wissenschaftlern zufolge könnte eine Analyse des Klimas den Ausbruch von Seuchen vorhersagen und als Warnsystem dienen.
Cholera verursacht heftigen Durchfall und Erbrechen und kann innerhalb kurzer Zeit zum Tod führen, wenn die Krankheit nicht rechtzeitig behandelt wird. Sie wird meist durch verunreinigtes Trinkwasser übertragen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)