3. September 2012

DDT-Werte in Muttermilch bei Frauen in südafrikanischen Dörfern viel zu hoch

Das Insektizid DDT ist zwar gesundheitsgefährdend, wird in einigen Regionen aber immer noch zum Schutz gegen Malaria versprüht. Forscher der schwedischen Universität Linköping untersuchen zusammen mit Wissenschaftlern aus Südafrika die Effekte, die der Stoff auf die Bevölkerung hat. In einer Studie maßen sie die Level von DDT in Muttermilch von südafrikanischen Frauen. In drei Dörfern wurde das Insektizid laut dem Bericht seit 60 Jahren durchgängig verwendet. Es werde mehrmals im Jahr in den Wohnhäusern der Menschen versprüht. Die in der Muttermilch gemessenen Werte waren nach Angaben der Forscher inakzeptabel hoch. Sie lägen etwa 100 Mal Höher als die tägliche Dosis, die von der Weltgesundheitsorganisation empfohlen werde. In einem Fall hätten sie sogar 300 Mal höher gelegen als der zugelassene Wert für Kuhmilch.

DDT wird in Verbindung mit mehreren Krankheitsbildern gebracht. Darunter beispielsweise Brustkrebs, Diabetes und Fehlgeburten.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)