4. September 2012

Volkszählung der Antarktis-Pinuine - Touristen nicht Schuld am Rückgang

Antarktistouristen dürfen sich weiterhin ohne schlechtes Gewissen die Piguinkolonien in der Antarktis anschauen. Ein deutsch-US-amerikanisches Forscherteam hat herausgefunden, dass Tourismus nicht maßgeblich dafür verantwortlich ist, dass die Zahl der Pinguine immer weiter abnimmt.

Die Wissenschaftler führten eine Pinugin-Zählung auf der antarktischen Vulkaninsel Deception Island durch. Dort leben große Kolonien von Zügelpinguinen - und die sind beliebt bei Antarktistouristen. Den Forschern zufolge lebten im Winter 2011 knapp 80.000 Pinguinpaare auf der Insel. Damit sei die Population seit Mitte der 80er Jahre um mehr als 50 Prozent zurückgegangen. Aber: Andere Arten in der Region seien in genau dem gleichem Maße geschrumpft, auch dort, wo es keine Touristen gebe. Die Forscher schließen, dass der Rückgang der Pinguine nicht mit dem Antarktistourismus zusammenhängt.

Die Studie ist im Fachmagazin "Polar Biology" erschienen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)