4. September 2012
Mehr als die Hälfte des Regenwaldes in Liberia ist in der Hand von Holzfirmen. Davon geht die Entwicklungsorganisation Global Witness aus. Demnach sind viele Verträge im Geheimen und illegal zustande gekommen. Die erteilten Konzessionen erstrecken sich der Organisation zufolge auf 26.000 Quadratkilometer, was in etwa einem Viertel der Gesamtfläche Liberias entspreche.
Eigentlich ist die Vergabe bestimmter Konzessionen seit gut einem Jahr ausgesetzt. Dem Bericht zufolge nehmen die Holzfirmen aber weiterhin Einfluss auf Beamte.
Während des Bürgerkriegs in Liberia bis 2003 war illegaler Holzhandel eine wichtige Finanzquelle der Milizen, um Waffen zu kaufen. Die Präsidentin des westafrikanischen Landes, Friedensnobelpreisträgerin Ellen Johnson-Sirleaf, war nach ihrem Amtantritt 2006 gegen Korruption im Holzhandel vorgegangen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)