4. September 2012
Mit diesem Apell hat in Halle ein Kongress der europäischen Bienenforschung begonnen. Neben Parasiten und Krankheiten sorge die sinkende Zahlen der Imker dafür, dass weltweit Bienenbestände in Gefahr seien. Nach Angaben der Europäischen Gesellschaft für Bienenforschung hat sich allein in Deutschland die Zahl seit 1990 halbiert - auf aktuell eine Million. Vor allem bei jungen Menschen lasse das Interesse nach. Besonders dramatisch sei die Lage in Osteuropa, weil dort staatliche Förderungen gestrichen worden seien.
Der größte Feind für die Bienenbestände ist den Forschern zufolge allerdings die Varroamilbe. Der Parasit stammt aus Asien und wurde vor etwa 30 Jahren nach Europa eingeschleppt. Die Experten befürchten fatale Folgen für das ökologische Gleichgewicht, falls Bienenbestände nicht gehalten und vermehrt werden können. Etwa zwei Drittel der Nahrungsmittel hingen von der Arbeit der Bienen ab.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)