5. September 2012

Forscher erklären den "Zeitlupen-Effekt" bei Ballspielern

Wenn Tennisspieler den Ball auf sich zufliegen sehen, nehmen sie das oft wie in Zeitlupe wahr. Britische Forscher haben jetzt herausgefunden, warum das so ist. In verschiedenen Versuchen ließen sie Probanden beurteilen, wie lang ihnen verschiedene Signale erschienen. Das Ergebnis: Sollten die Probanden anschließend eine Bewegung ausführen, nahmen sie die Signale als länger wahr. Die Forscher folgern, dass sich das Zeitgefühl des Menschen ändert, wenn er sich gezielt auf eine Körperbewegung vorbereitet. Eine wichtige Rolle könnte ihrer Meinung nach das als Glückshormon bekannte Dopamin spielen, das auch wichtig für Bewegungen und die innere Uhr ist. Bei Parkinson-Patienten fehlt Dopamin, daher fallen Bewegungen schwer und Zeit wird oft verkürzt wahrgenommen.

Die Studie ist im Fachmagazin "Proceedings of the Royal Society B" erschienen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)