5. September 2012

Neurowissenschaftler Hüther prognostiziert baldigen Tod des Schulsystems

"In sechs Jahren wird es unsere Art von Schule nicht mehr geben". Das meint der Neurobiologe und Lernforscher Gerald Hüther. Der "taz" sagte er, rein ökonomisch gesehen richte das aktuelle Schulsystem großen Schaden an. Schlechte Lehrer trügen dazu bei, Schülern die Lust am Lernen und Disziplinen wie Mathematik oder Naturwissenschaften zu verleiden. Das sei aus volkswirtschaftlicher Sicht dramatisch. Das Schulsystem müsse und werde sich bald ändern; die DDR sei schließlich auch viel schneller zusammengebrochen als gedacht.

Hüther will mit seiner neu gegründeten Initiative "Schule im Aufbruch" neue Formen des Lernens durchsetzen. 100 Schulen sollen in einem Modellprojekt von Grund auf umgekrempelt werden. Hüther sieht Schulen als Orte, an denen die Lehrer den Schülern als "Lerncoaches" zur Seite stehen, die Schüler sich das Wissen aber durch eigene Motivation aneignen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)