5. September 2012

Brennstoffzelle soll mit Bioabfällen und Bakterien funktionieren

Es könnte so etwas wie eine Biogasanlage in klein sein. Mikrobiologen der Universität Surrey in Großbritannien haben eine Brennstoffzelle entwickelt, die mit Getreideabfällen und Bakterien aus Klärschlamm funktionieren soll. Sie haben ihre Arbeit auf einem Kongress vorgestellt ("Society for General Microbiology's Autumn Conference"). Sie verwendeten für ihr Verfahren die Getreidereste, die bei der Produktion von Biosprit übrig bleiben. Diese werden sonst nur als Tierfutter verwendet. Die Getreidereste werden nach Angaben der Wissenschaftler in ihrer Brennstoffzelle von den Klärschlamm-Bakterien zersetzt. Dabei entstünden Elektronen, die abgegriffen werden könnten. Die Forscher sind der Ansicht, dass ihre Entwicklung in Zunkunft zur Energieerzeugung an abgelegenen Orten genutzt werden könnte, zum Beispiel um Messgeräte im Meer zu betreiben. Sie müssten dafür aber noch die Prozesse in ihrer Brennstoffzelle besser verstehen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)