5. September 2012
Wissenschaftler haben es nicht leicht: In den Augen der anderen haben sie quasi immer Freizeit, in ihrer eigenen Wahrnehmung dagegen nie. Chinesische Forscher haben jetzt untersucht, wann Wissenschaftler am meisten arbeiten, also zu welcher Tageszeit und an welchen Wochentagen. Über die Studie berichtet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung".
Demnach untersuchten die Forscher, wann wissenschaftliche Artikel heruntergeladen wurden. Das Ergebnis: Wissenschaftler arbeiteten über die klassischen Arbeitszeiten hinaus und oft auch am Wochenende. Allerdings ließen sich nationale Unterschiede erkennen: US-Amerikaner arbeiteten häufiger nachts. Chinesen machten pünktlich zu den Essenzeiten mittags und abends längere Pausen, arbeiteten dafür am Wochenende aber fast genausoviel wie unter der Woche. In Deutschland sei die Mittagspause sehr kurz, ansonsten liege das Verhalten zwischen dem in den USA und China.
Die Autoren der Studie stellen fest: Wissenschaftler trennen kaum zwischen Beruf und Privatleben. Sie appellieren an ihre Versuchsobjekte, sich Freizeit zu schaffen und für einen Ausgleich neben dem Beruf zu sorgen.
Die Studie ist im "Journal of Infometrics" erschienen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)