5. September 2012
Die Paralympics tragen nicht dazu bei, behinderte Menschen zum Sport zu motivieren. Dieser Meinung ist der Sportjournalist Ronny Blaschke.
In der "Frankfurter Rundschau" schreibt er, die Wettkämpfe etablierten Superhelden mit Superprothesen. Die Idee der ersten Paralympics 1960 sei es gewesen, auf die Leistungsfähigkeit, aber auch auf die Probleme behinderter Menschen hinzuweisen. Letzteres sei aber kaum noch der Fall. Leistungen wie die des beinamputierten Sprinters Oscar Pistorius führten eher dazu, dass sich andere den Sport nicht zutrauten. Und die Prothesen, die es zu sehen gebe, könne sich sowieso kein Privatmann leisten.
Blaschke appelliert, die Leistungen bei den Paralympics nicht zu glorifizieren. Millionen Menschen mit Einschränkungen könnten keine Rekorde aufstellen, sondern wollten einfach nur mit ihren Schwächen akzeptiert werden. Und das sei das wichtigste Ziel der Paralympischen Spiele.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)