5. September 2012
Gewaltspiele am Computer machen aggressiv, können aber auch die Kooperation fördern. Denn Kampfspiele wie zum Beispiel Ego-Shooter fordern zuweilen kooperatives Verhalten. Wissenschaftler der Ohio State Universität in den USA haben für diese Erkenntnis das Verhalten von Studenten beim Computerspielen untersucht. Dabei ließen sie in zwei verschiedenen Studien Spieler gegen und miteinander spielen. Die Forscher kommen in ihrem ersten Experiment zu dem Ergebnis, dass Gewalt in Spielen zwar immer aggressiv mache. Wenn Menschen aber zusammenarbeiteten, bringe sie das über die Aggression hinweg. In ihrem zweiten Test stellten die Forscher fest, dass gemeinsames Spielen sogar Rivalen zur Kooperation bringen kann - in dem Test hatten sie Studenten von zwei konkurrierenden Universitäten miteinander spielen lassen. Ihr Fazit ist, dass die Zusammenarbeit mit einem Menschen immer noch höher angesiedelt sei, als das Töten einer digitalen Kreatur. Die Studien sind in den Fachmagazinen "Cyberpsychology, Behavior and Social Networking" und "Communication Research" veröffentlicht.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)