5. September 2012
Die Götter in Weiß haben sich im vergangenen Jahr mindestens 6.400 mal Fehler geleistet. Das zeigen die Zahlen der Gutachterstellen der Krankenkassen und der Ärzte in Deutschland. Demnach haben sich Beschwerden von Patienten nach einer Behandlung oder Diagnose in rund einem Drittel der Fälle bestätigt - sie waren tatsächlich Opfer von Kunstfehlern geworden. Die Zahl der Beschwerden stieg im Vergleich zum Jahr 2007 deutlich an. Insgesamt wird geschätzt, dass inzwischen rund 40.000 Menschen pro Jahr ihre Behandlungen bei Ärztestellen, Krankenkassen oder den Gerichten beanstanden. Dabei treffen die Vorwürfe weit häufiger Kliniken als niedergelassene Ärzte. Die meisten Beschwerden gibt es nach Knie- oder Hüftgelenks-Operationen. Noch in diesem Jahr soll ein neues Patientenrechtegesetz verabschiedet werden, wonach Ärzte künftig beweisen müssen, dass sie einen Schaden nicht durch einen Behandlungsfehler verursacht haben.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)