5. September 2012

BUND: Immer mehr Plastikmüll gelangt aus Flüssen ins Meer

Unsere Flüsse und Meere sind zunehmend mit Plastik zugemüllt, das die dort lebenden Tiere gefährdet. Das ergibt eine Studie des Bundes für Umwelt und Naturschutz, kurz BUND.

Durch die Vermüllung würden jährlich etwa 100.000 Meerestiere sterben, sagte Nadja Ziebarth, Meeresschutzreferentin des BUND Bremen. Laut der Studie gelangen pro Jahr 6,4 Millionen Tonnen Müll in die Weltmeere, davon allein rund 20.000 Tonnen in die Nordsee. Deshalb ruft der BUND die Bundesregierung und die norddeutschen Bundesländer dazu auf, mehr für den Schutz der Nord- und Ostsee zu tun.

Der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger sagte, das zunehmende Problem mit Plastikmüll werde bislang unterschätzt. Das größte Umweltproblem für die deutschen Meere sei aber die industrielle Landwirtschaft mit großen Massentierhaltungsanlagen. Es komme zu viel Dünger und Gülle auf die Felder und von dort ebenfalls über die Flüsse in die Meere. Das führe in den Gewässern zu einem Nährstoffüberschuss, der den Algenwuchs stark anrege und den Sauerstoffgehalt reduziere. So werde vor allem die Ostsee verstärkt zu einer "toten Zone".

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)