6. September 2012
Vielleicht sollte eine Mannschaft nach dem Spiel einmal ganz bewusst nicht in die Fankurve gehen. Das meint der Sportsoziologe und Fan-Forscher Gunter A. Pilz von der Universität Hannover.
Er sagte im Deutschlandradio Kultur, Fußballvereine sollten ein klares Zeichen gegen gewalttätige und pöbelnde Fans setzen. Viel zu lange sei darüber hinweg gesehen geworden, dass sich in den Stadien eine "Pöbel- und Beschimpfungskultur" entwickelt habe.
Es sei problematisch, wenn erst in der Kurve Pyrotechnik gezündet und die Gegner schlimm beleidigt würden und dann nach Spielende die ganze Mannschaft in die Kurve renne und sich bei den Fans bedanke. Stattdessen sei es wichtig, dass die Mannschaften deutlich machten, dass diese Art der Unterstützung nicht gewünscht sei, betonte Pilz.
Er erhält heute Abend den Ethikpreis des Deutschen Olympischen Sportbundes.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)