6. September 2012

Pflanzliche Embryos verhalten sich in bestimmter Entwicklungsphase genau wie tierische

Das Sanduhr-Prinzip der embryonalen Entwicklung gilt auch für Pflanzen. Das schreiben Wissenschaftler imFachmagazin "Nature". Das Prinzip war bisher von Wirbeltieren bekannt. Es beschreibt, dass Embryonen verschiedener Arten in einer bestimmten Entwicklungsphase kaum zu unterscheiden sind. Vorher und nachher sind die Unterschiede zwischen den Arten aber groß.

In der Phase der Ähnlichkeit werden die wichtigen Organe angelegt. Aktive Gene sind dann besonders anfällig für Mutationen und eventuelle Missbildungen. Deshalb schaltet der Embryo junge Gene in dieser Phase weitgehend ab, um sie zu schützen. Stattdessen schaltet er evolutionär alte Gene an, die zwischen den Arten hochkonserviert sind. In dieser Zeit gleichen sich Embryonen verschiedener Arten deshalb. Wie es dazu kommt, ist für die Wissenschaftler bislang allerdings ein Rätsel.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)