6. September 2012
Die Fangnetze von Fisch-Trawlern zerstören den Meeresboden der Tiefsee. Wie spanische Forscher im Magazin "Nature" berichten, haben die Netze nicht nur direkte Auswirkungen auf die Fischbestände, sondern auch auf den Meeresboden und seine Vegetation. Die Forscher hatten mit Hilfe von Bodenproben und Videomaterial eine Karte der spanischen Küstenregion erstellt. Anschließend verglichen sie die Karte mit bereits vor vier Jahren erhobenen Daten. Das Ergebnis: Die Tiefseeregionen, in denen die Fisch-Trawler mit ihren Fangnetzen über den Boden schleifen, weisen mehr Schlick auf. Je häufiger die Trawler auftauchten, desto flacher sei der Meeresboden. So sähen ehemalige Unterwassergebirge mittlerweile aus wie abgepflügte Felder. Als Nächstes wollen sich die Forscher damit beschäftigen, wie sich diese Veränderungen auf die Artenvielfalt auswirken.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)