7. September 2012

Moderate politische Stimmen haben in den USA weniger Chancen gehört zu werden

Extreme Standpunkte sind bunter und unterhaltsamer. Das konstatieren US-Forscher, nachdem sie mehr als 200 unterschiedliche politische Gruppierungen nach deren Präsenz in den US-Zeitungen untersuchten. Wie sie imFachmagazin "Journalism & Mass Communication Quarterly" berichten, ist es schwer, moderate Stimmen als interessant darzustellen. Das falle bei extremen Stimmen leichter. In der Folge bekämen polarisierende Meinungen mehr Raum, erschienen früher und in bekannteren Zeitungen. Damit widersprechen die Forscher der Beobachtung von Wissenschaftlern und Kommentatoren, die politischen Gruppierungen in den USA seien extremer geworden. Diese bekämen einfach nur mehr Gehör.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)