7. September 2012
Es wurde viel diskutiert über die wissenschaftliche Disziplin der Wirtschaftwissenschaften - vor allem in Folge der Wirtschaftskrise. Ein neuer Ethikkodex soll den Ruf der Ökonomen jetzt verbessern. Der Verein für Socialpolitik hat ihn entwickelt. Ihm gehören 3.800 Wirtschaftswissenschaftler an. Heute sollen die neuen Regeln für gutes wissenschaftliches Verhalten offiziell vorgestellt werden. Gefordert werden darin vor allem mehr Transparenz und Neutralität bei Gutachten. So sollen alle Geldgeber und benutzten Quellen genannt werden.
Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung DIW will den Kodex rasch umsetzen. Der Chef des Instituts, Gert Wagner, sagte der "Frankfurter Rundschau", es gebe bereits forschungsethische Prinzipien im DIW, die jedoch bezüglich der Transparenz geschärft werden müssten. Er selbst werde künftig seine weltanschauliche Verankerung offenlegen. Dazu gehöre etwa seine Mitgliedschaft in der SPD, in der Gewerkschaft "Verdi" und in der Evangelischen Kirche Deutschlands, deren Sozialkammer er vorsaß.
Hier finden Sie den Ethikkodex und das Anschreiben des Vereins.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)