7. September 2012
Auch Pilze tragen zu mehr Methan in der Umwelt bei. Sie produzieren das Treibhausgas beim Zersetzen von organischem Material. Das haben deutsche Forscher jetzt zeigen können. Wie sie imFachmagazin "Nature Communications" berichten, haben sie mehrere Pilzarten im Labor untersucht und dort die unerwartete Methanbildung nachgewiesen. Im Vergleich zu anderen Quellen sei die von den Pilzen produzierte Menge eher gering. Noch sei auch nicht klar, welche Rolle die Pilze damit im globalen Methankreislauf spielen.
Methan ist nach Kohlendioxid das zweitwichtigste Treibhausgas. Zwar kommt es in viel geringeren Mengen als CO2 in der Atmosphäre vor, seine Treibhauswirkung ist jedoch wesentlich stärker. Der größte Teil des Gases entsteht bei der Zersetzung von organischem Material in Böden, Reisfeldern, Mülldeponien und auch in den Mägen von Rindern. Vor knapp sechs Jahren entdeckte dann ein Forscherteam, dass lebende Pflanzen ebenfalls Methangas produzieren können.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)