7. September 2012

Bangladesch: Ausgrabungsstätte wird von Bewohnern abgetragen und dadurch geplündert

Aus alt mach neu. Das ist eigentlich kein schlechtes Motto, aber in Bangladesch wird es gerade etwas missverstanden. Im Norden des Landes tragen die Bewohnern Stein für Stein die Ruinen einer alten Siedlung ab. Diese sind 2.500 Jahre alt. Doch deren Erhalt ist gefährdet, weil die Bewohner von heute die Überreste der früheren Stadt als Baumaterial nutzen. Der Archäologe Shafiqul Alam sagte der Nachrichtenagentur AFP, die Ruinen seien inzwischen so stark zerstört, dass man nicht mehr sagen könne, was wo genau gestanden habe.

Der "Global Heritage Fund" setzte die archäologische Stätte im Mai deswegen auf die Liste der zehn am meisten gefährdeten Ausgrabungsorte in Asien. Ein Gericht erklärte die jetzigen Bauten aus antiken Steinen für illegal. Experten befürchten aber, dass die Behörden zu spät eingeschritten und die Ausgrabungen unwiederbringlich verloren sind.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)