7. September 2012

Menschliche Aktivitäten zerstören Ökosysteme in der Wüste

Wer glaubt, dass es in der Wüste kaum Lebewesen gibt, der irrt. Eine Forschergruppe aus Argentinien weist darauf hin, dass es in trockenen Regionen komplexe und besonders empfindliche Ökosysteme gibt - mit vielen Säugetieren. In einer Studie wollen die Forscher jetzt nachgewiesen haben, dass die Vielfalt der Lebewesen auch in Wüsten oft durch Menschenhand zerstört wird. Dazu haben die Wissenschaftler 25 Einzeluntersuchungen ausgewertet. Die Population von 110 Säugetierarten wurde analysiert.

Das Ergebnis: Die Lebensgemeinschaften der Tiere werden nach Angaben der Forscher vor allem durch Wilderei, Beweidung und Feuer gestört. Das habe auch Auswirkungen auf den Boden in der Wüste. Denn bei Nahrungssuche und Nestbau brächten die Tiere wichtiges organisches Material unter die Erde, dass den Sandboden anreichere.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)