7. September 2012

Sprache Wilmesaurisch ist vom Aussterben bedroht

Man spricht sie nur in einem kleinen südpolnischen Dorf - die Sprache Wilmesaurisch. Der flämische Historiker und Linguist Rinaldo Neels schreibt in seiner Dissertation, die Sprache sei vom Aussterben bedroht. Nur noch etwa 70 Menschen in Wilmesau beherrschten sie. Die meisten davon seien über 80 Jahre alt. Die indogermanische Sprache sei eng verwandt mit dem Deutschen und dem Flämischen und rein mündlich überliefert. Bücher gebe es nicht, nur einige Vokabellisten.

Warum sich die Sprache in Polen entwickelte, ist noch unklar. Die Bewohner gehen laut Neels davon aus, dass ihre Gemeinde im 13. Jahrhundert von Einwanderern aus den niederländischen Ländern gegründet wurde. Die Grammatik beinhalte aber viele Elemente, die eher an das mittelalterliche Deutschland, Österreich, Lichtenstein, Schweiz und Luxemburg erinnere.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)