10. September 2012

Rückspiegel: Vor 65 Jahren traf sich erstmals die "Gruppe 47"

Unser "Rückspiegel" zeigt uns heute ein Stück Literaturgeschichte. Denn vor genau 65 Jahren wurde die "Gruppe 47" gegründet, ein Zusammenschluss von linksgerichteten Schriftstellern und Kritikern. Zu ihrer ersten Tagung trafen sie sich zwei Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs an einem See im Allgäu, um aus ihren nicht veröffentlichten Texten vorzulesen und diese zu diskutieren.

Die Idee dazu hatte der Journalist und Schriftsteller Hans-Werner Richter. Die "Gruppe 47" war aber mehr als ein literarisches Forum. Die Teilnehmer wollten mit ihrem politischen Engagement zur Entwicklung der Demokratie in Deutschland beitragen. Gemeinsam wollten sie weg vom Obrigkeitsstaat und die Mentalität der Deutschen verändern.

Auf den Treffen lasen unter anderem Ilse Aichinger, Ingeborg Bachmann, Heinrich Böll und Martin Walser. Günter Grass stellte 1958 dort seine "Blechtrommel" vor. 20 Jahre lang trafen sich die Autoren regelmäßig. 1977 wurde die Gruppe aufgelöst.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)