10. September 2012
Viren und Bakterien können starken Einfluss auf die Populationsgröße von Wolfsrudeln haben. So das Fazit von US-amerikanischen Ökologen nach Studien im Yellowstone-Nationalpark im Nordwesten der USA. Seit 1996 wurden dort verschiedene Gruppen des grauen Wolfes wieder angesiedelt. Seitdem untersuchen die Forscher die Raubtiere regelmäßig und stellten fest: Insbesondere die Tierräude hatte die Population deutlich ausgedünnt. Die Räude ist eine entzündliche Hautveränderung, die mit starkem Juckreiz und Haarausfall verbunden ist. Für die Wölfe kann fehlendes Fell im Winter tödlich sein. Ziel der Forscher war es, vor allem den Zeitpunkt der unterschiedlichen Erkrankungen innerhalb des Rudels festzustellen. So sei die Räude etwa erst nach elf Jahren aufgetreten. Man hofft nun, dass die Daten Rückschlüsse auf mögliches regelmäßiges Auftreten von Erkrankungen bei Wölfen zulassen. Die Erkenntnisse könnten dann für weitere die Ansiedlung von Wölfen genutzt werden.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)